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Meckenbeuren erkämpft sich einen Punkt

Das erste Bezirksligaspiel des SV Oberzell nach vielen Jahren in der Landesliga hatte es gleich in sich. Durchaus ansprechend war die Kulisse am Donnerstagabend. Dazu gab es Starkregen, eine Gewitterunterbrechung, danach kurze Zeit etwas ungeordnete Gäste, später eine klare Steigerung des TSV Meckenbeuren sowie eine Rote Karte gegen Oberzell. Alles in allem: Die von der „Schwäbischen Zeitung“ als erstes Fupa-Spiel der Woche auserkorene Partie machte ihrem Namen alle Ehre.

Direkt über dem Oberzeller Sportplatz entlud sich Mitte der ersten Halbzeit ein Blitz, Schiedsrichter Alessandro Winter unterbrach zu Recht. Schnell konnte es jedoch weitergehen – allerdings zu schnell für den TSV Meckenbeuren. Die Gäste schienen nach der Unterbrechung noch gar nicht richtig auf dem Platz zu sein, da lagen sie mit 0:2 zurück. Der Ball lief gut durch Oberzells Reihen, Muhammed Furkan Ata war links im Strafraum frei und traf zum 1:0. Vier Minuten später verlor der TSV wieder mal zu leicht den Ball. Dominik Boos zog ab, Torwart Maximilian Divy hatte Probleme. Doch ob der Ball tatsächlich komplett hinter der Linie war, war zumindest einigermaßen umstritten. „Selbst die Oberzeller haben zugegeben, das es niemals ein Tor war“, meinte TSV-Trainer Kevin Blaser. Das Tor zählte jedoch.

Einwechselspieler sorgen für Tor

Danach hätte Oberzell nachlegen können. Vielleicht sogar nachlegen müssen. „Hätten wir vor der Pause ein drittes Tor kassiert, wären wir nicht mehr zurückgekommen“, sagte Blaser. Zur zweiten Halbzeit kam der Unparteiische im neuen Trikot raus, Meckenbeurens Trainer brachte zwei neue Spieler – unter anderem blieb der gelb-rot-gefährdete Maximilian Schilcher in der Kabine.

Die Wechsel machten sich gleich bezahlt. Valentin Marte, einer der Neuen, flankte von rechts, Niklas Marschall, der zweite Neue, verkürzte zum 1:2. Meckenbeuren war jetzt viel präsenter, viel ballsicherer. Jetzt war es SVO-Trainer Achim Pfuderer, der mit seinem Team haderte. Erst recht, als Jan Mathis das Spiel mit einem klasse Freistoß ausglich. Die Gästefans waren außer sich – manche etwas zu sehr. Pyrotechnik hält sogar schon in der Bezirksliga Einzug. Der grüne Rauch legte sich immerhin schnell.

Die Gäste waren jetzt die bessere Mannschaft. Sie wirkten gelöster, während die Oberzeller zunehmend verkrampfter wirkten. „Trotz unserer Warnungen hat unsere Mannschaft das Spiel in der zweiten Halbzeit komplett aus der Hand gegeben“, sagte Pfuderer. „Nach dem 2:0 haben manche bei uns gedacht, das schaukeln wir über die Bühne, der Gegner ergibt sich.“ Das war definitiv nicht der Fall. Meckenbeuren hatte sogar die Chancen zum Sieg. Oberzells Sergen Leyla sah zudem noch eine unnötige Rote Karte. „Wir haben uns alles selbst zuzuschreiben“, haderte Pfuderer. Meckenbeuren dagegen feierte den Punktgewinn.

SV Oberzell – TSV Meckenbeuren 2:2 (2:0) – Tore: 1:0 Muhammed Furkan Ata (26.), 2:0 Dominik Boos (30.), 2:1 Niklas Marschall (48.), 2:2 Jan Mathis (58.) – Schiedsrichter: Alessandro Winter (Herbertingen) – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte Sergen Leyla (SVO, 90., Tätlichkeit).

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Oberzell verliert in Weiler

Oberzell - Der SV Oberzell hat in der Fußball-Landesliga beim Tabellenzweiten FV Rot-Weiß Weiler eine ordentliche Leistung abgeliefert, aber dennoch mit 2:4 verloren. Die beiden entscheidenden Tore schossen die Allgäuer in den letzten zehn Minuten, als den Oberzellern die Kräfte ausgingen.

Nicht nur reagieren, sondern den Gegner früh unter Druck setzen - das war die Vorgabe, die das Oberzeller Trainerteam für die Partie in Weiler ausgab. Achim Pfuderer und Oliver Wittich entschieden sich auf der zweiten Sechs neben Daniel Marin für Zweikampf- (Jason Müller) statt Spielstärke (Semih Deniz). Außerdem rückte Niklas Schlegel aufgrund seiner Erfahrung in die Innenverteidigung.

Allerdings ist Schlegel beruflich stark eingespannt - Trainer Achim Pfuderer hat bei ihm erst zehn Trainingseinheiten im Jahr 2019 auf dem Zettel. Der fehlende Rhythmus mag ein Grund dafür sein, dass der Innenverteidiger in der 5. Minute einen Abschlag von Weilers Torwart Andreas Hane unterlief. Gleichzeitig zögerte SVO-Keeper Kai Mähr beim Herauslaufen - Raimond Hehle erzielte mit einem Heber das 1:0. „Das war wieder ein klares Geschenk“, ärgerte sich Oberzells Trainer. Diesmal ließen sich die Oberzeller nicht vom frühen Rückstand beeindrucken und spielten weiter mutig nach vorne. Der SVO verdiente sich nach und nach den Ausgleich. In der 31. Minute bekam Dominik Boos den Ball über die linke Seite. Abgefälscht, Innenpfosten, „ein krummes Ding“ (Pfuderer) - aber egal: es stand 1:1.

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Berg schießt Oberzell ab

Oberzell - Der SV Oberzell war im Landesligaderby gegen den Powerfußball des TSV Berg chancenlos. Der Tabellenführer lag am Freitag schon zur Halbzeit mit 4:0 in Front und gewann am Ende hochverdient mit 5:0.

Beim SVO musste Torwart Kai Mähr mit massiven Schulterproblemen passen - weil damit beide etatmäßigen Keeper nicht zur Verfügung standen, musste Torwarttrainer Peter Schwarz zwischen die Pfosten. Der Oldie hatte sich kaum auf dem Platz orientiert, da ließen ihn seine Mitspieler das erste Mal im Stich: Ein nicht konsequent geklärter Ball in der 3. Minute, schon ist Bergs Andres Kalteis auf und davon und überwindet Schwarz mit einem Heber.

 Der TSV, bei dem Dan Contantinescu wie schon gegen Leutkirch eins nach vorne auf die Sechs und Raphael Schmid dafür in die Innenverteidigung gerückt war, machte von Beginn an enormen Druck. Von diesem Druck konnten sich die Oberzeller 90 Minuten lang nicht befreien. Ein Spielaufbau kam beim SVO kaum zustande. Als Jan Biggel per Volleyschuss in der 8. Minute auf 2:0 stellte, war das Spiel eigentlich schon entschieden. Echte Oberzeller Gegenwehr war nicht in Sicht.

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SV Oberzell zerlegt den FV Altheim

Der FV Altheim hat am Samstag wohl seine letzte Chance verspielt, doch noch einmal in den Kampf um die Nichtabstiegsplätze eingreifen zu können. Zu Hause unterlag die Mannschaft von Marc Max gegen den ebenfalls gefährdeten SV Oberzell mit 0:6 (0:3). Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge, vielen Verletzten und angesichts eines fast nicht zu stemmenden Restprogramms mit Spielen in Ostrach, Berg, Ravensburg und Friedrichshafen sowie Heimauftritten gegen Weiler und Biberach scheint der Absturz unausweichlich.

„Heute kann ich nicht viel sagen. Mir fehlen die Worte“, stellte ein sichtlich konsterniert wirkender Marc Max fest. Zum vierten Mal hatte der FV Altheim in dieser Saison auf eigenem Terrain eine 0:6-Schlappe kassiert (Berg, Friedrichshafen, Ochsenhausen, Oberzell), es war die neunte Heimniederlage im 13. Spiel. Der starke Florian Lotthammer machte den Beginn (17.). Acht Minuten später erhöhte Semih Deniz. Ein satter Schuss von Jason Müller brachte die 3:0-Führung (39.).

„Ich denke mal, in der Kabine ist es beim Gegner laut geworden“, mutmaßte Oberzells Trainer Achim Pfuderer. Marcel Freisinger verlud den bedauernswerten Maier im FVA-Tor - 4:0 (67.). Marco Geßler traf zum 5:0 (69.), ehe Maier mit einigen Paraden ein höheres Debakel für Altheim verhinderte. Bei Muhammed Furkan Atas 6:0 war er aber machtlos (85.). „Diesem Sieg müssen wir im nächsten Spiel einen weiteren folgen lassen“, sagte Pfuderer.

FV Altheim - SV Oberzell 0:6 (0:3) - Tore: 0:1 Florian Lotthammer (17.), 0:2 Semih Deniz (25.), 0:3 Jason Müller (39.), 0:4 Marcel Freisinger (68.), 0:5 Marco Geßler (73.), 0:6 Muhammed Furkan Ata (86.) - SR: Kevin Popp - Z: 110 - SVO: Schwarz - Schlegel (76. Ata), Frank, Freisinger (84. Polczynski), Maucher, Weiß, Deniz (89. Birinci), Müller, Marin, Lotthammer (76. Fil), Geßler.